Japan Reisebericht Teil 2: Osaka, Hiroshima, Tokyo
Suzu | 10. November 2009
Hier noch die restlichen Fotos, und ein kleiner Bericht dazu! Falls etwas mit den Slideshows nicht stimmt, meldet mir das bitte. Nun zum Bericht!
Osaka & Kyoto
In Osaka blieben wir fast eine ganze Woche und reisten öfters nach Kyoto und Nara, wo wir uns vorallem berühmte Tempel und Museen ansahen. Neben dem Wassertempel, dem Golden Pavillon und Osaka Castle stand auch das Toei Film Studio auf dem Programm. Leider gab es dort gerade keinen Filmdreh und die Wasserattraktionen waren im Umbau, was etwas schade war. Dafür textete uns eine ältere Frau in Japanisch zu. Bis wir bemerkten, dass sie nicht mehr ganz hundert war, hatte sie uns schon ihr halbes leben erzählt.
“Den Den Town”, das Akihabara Osaka’s musste natürlich auch sein. Leider habe ich davon keine Bilder gemacht, da ich meine Kamera nicht dabei hatte. Sehr weit kamen wir ohnehin nicht, nur knapp in den Animate und den K-Books und dann machten auch schon alle Geschäfte zu. Ich könnte Stunden in diesen Läden verbringen.
Aus Osaka habe ich knapp zwölf Kilo Bücher geschickt. Fragt mich nicht was ich da alles gekauft habe, ich könnte nicht einmal die Hälfte davon aufzählen. :p
Nara
Rehe, wohin man schaut! Die Nara Sightseeing Map ist tatsächlich von einem Reh angeknabbert worden, die Biester fressen einem die Haare vom Kopf wenn man nicht aufpasst.
Eine kleine Anekdote: Etwas später in den Ferien merkte ich enttäuscht an, dass wir den grossen Bronze-Buddha in Nara ja gar nicht gesehen hätten. Als meine Freunde mir ungläubig erklärten, dass der Bronze Buddha im Todaiji Tempel nicht zu übersehen gewesen wäre, antwortete ich: “Den hab ich schon gesehen, aber der war doch so klein, ich dachte das sei ein anderer.” Tja, der richtig grosse Bronze Buddha stand direkt neben dem etwas kleineren (der ja auch nicht gerade winzig war) und ich hatte ihn trotzdem nicht bemerkt. Da war mir wohl etwas zu heiss.
Hiroshima
In Hiroshima besuchten wir das eindrückliche Friedensmuseum und fuhren nach Miyajima (siehe unten). Ausserdem verbrachten etwas Zeit in einen hübschen Park, in dem es so gemütlich war, dass uns nicht mal mehr der Regen störte. Ansonsten stand vorallem einkaufen und lecker essen auf dem Programm. Mmh… ich vermisse das göttliche Hacksteak Restaurant in der grossen Einkaufsstrasse! Dort habe ich auch ein Geschäft namens “Jouir de Bijou” entdeckt. Kein Kommentar.
Das Ryokan in dem wir übernachteten ist übrigens sehr empfehlenswert. Dort trafen wir auch zwei Bayern mit denen wir es Abends noch sehr lustig hatten. Da die Wände so dünn waren, bekamen wir etwas Ärger wegen der Lautstärke, ansonsten verlief aber alles glatt. Im nächsten Urlaub werde ich auf jedenfall wieder dort buchen.
Miyajima
Am einzigen sonnigen Tag entschlossen wir uns nach Miyajima zu fahren. Leider hatten wir uns das “bergsteigen” etwas unterschätzt. Zuerst fuhren wir mit der Seilbahn bis fast zum Gipfel vom Berg Misen und wanderten dann den restlichen Weg hinauf. Es war zwar etwas anstrengend aber nichts gegen den Abstieg. Wir entschieden uns für den mittellangen Weg, der laut Guide eineinhalb Stunden dauert. Vier Stunden später kamen wir verschwitzt, müde und teilweise mit einem Bärenhunger wieder unten an. Da aber alle Restaurants um fünf Uhr nachmittag schliessen (zur gleichen Zeit wie die Tempel) war es ganz schön schwer noch etwas annähernd Geniessbares zu finden. Schlussendlich begnügten wir uns mit gefüllten Fishcakes, die mir leider nicht gut bekamen. Schon allein die Konsistenz hätte mich in alarmbereitschaft setzen sollen, da es eine Art gummige, fettige, mit Käse gefüllte Masse war.
Miyajima oder Itsukushima, wie die Insel in Wirklichkeit heisst, muss man auf alle Fälle einmal gesehen haben. Am besten solte man den Besuch so einrichten, das man die Flut erlebt und somit das grosse Toori im Wasser stehen sieht. Wirklich eine einmalige Aussicht. Es ist nicht zu unrecht ein Unesco Welterbe.
Tokyo
Unser letztes Ziel war Tokyo, die Stadt auf die wir uns alle am meisten freuten. Natürlich war unser erstes Ziel Akihabara, dicht gefolgt von Shibuya. Das Kaufhaus Shibuya 109 ist nicht umsonst so berühmt, die Kleider Auswahl ist wirklich beeindruckend, nur die Verkäuferinnen waren etwas aufdringlich. Daran musste ich mich ziemlich gewöhnen, da ich sie mit meinen kaum existenten Japanischkenntnissen schlecht abwimmeln konnte. Vom Mekka der BVoys Love Fans, der Otome Road in Ikebukuro war ich zuerst etwas enttäuscht, da sie viel kleiner als erwartet ausfiel. Die Läden dort hatten es aber in sich, allen voran Lashinbang, der eine kleine aber feine Auswahl an gebrauchten Doujinshi hatte. Es sah fast so aus, als wären dort nur qualitativ hochwertige Doujinshi und bekannte Circles im Angebot. Der Mandarake hatte auch ein sehr gutes Angebot, was sich leider negativ auf unser Budget auwirkte. Autsch!
Am letzten Tag verabredeten wir uns mit Woerfs Japanischlehrerin Atsuko, die uns etwas in Tokyo herumführte. Anschliessend fuhren wir zum Haus ihrer Eltern in Kokubunji. Es war ein tolles Erlebnis in einem traditionellen japanischen Holzhaus eigeladen zu sein, besonders weil die Gastgeber sich so über unseren Besuch freuten. Atsukos Eltern sind zwar um die 90 Jahre alt, aber immer noch sehr selbstständig, was ich sehr bewundere. Wir brachten ihnen als Geschenk Basler Läckerli und eine Spieluhr mit und im Gegenzug erhielten wir einen hölzernen Sakebecher und erstklassiges Youkan. Ich hoffe sehr das ich sie noch einmal besuchen kann.
Soviel zum kleinen Reisebericht, nächstes mal gibt es wieder ein Review.






Schön zu lesen das es trotz denn Anfangsschwierigkeiten doch noch eine schöne Reise wurde. Schade das es euch nicht mehr für denn “Tsutenkaku Tower” (http://www.tsutenkaku.co.jp/) in Osaka gereicht hat, von dort kann man Osaka ganz gut überblicken. Ich hoffe bei Versuch No. 4 das wir für Miyajima endlich schönes Wetter erwischen, weil bisher kaum auf der Insel fing es an zu regnen
Ja, es verlief fast alles reibungslos, das war wirkich klasse.
Den Tsutenkaku Tower haben wir vor lauter K-Books und Mandarake einfach vergessen, bzw. ich hab ihn vergessen zu erwähnen. Unser Programm war schon recht vollgestopft. Für nächstes mal dann.
Wir hatten wirklich enorm Glück, dass es auf Miyajima so schönes Wetter war, dafür haben wir uns aber auch tot geschwitzt.
Hiroshima, Miyajima & Co. will ich auch einmal besuchen gehen. Oder Hiroshima. Obwohl ich schon dreimal in Japan war und ein Jahr lang in Kyôto gelebt hatte, bin ich nie weiter nördlich als Tokyo gereist, oder weiter südlich als Kôbe, von Okinawa einmal abgesehen.
Die Rehe in Nara sind schon ziemlich aufdringliche Biester. Ich habe ein paar kurze Videos mit meiner Digicam geschossen als sie ein japanisches Paar bedrängten. Der Mann mussten sie gar mit seinem Schirm abwehren. Das war lustig zum zuschauen, bis die Viecher sich von ihm abwandten und dachten, ich hätte was zum Fressen dabei…
schöne urlaubsphotos, einige -um nicht zu sagen, die meisten- von denen sind dir echt gelungen. jedenfalls nichts, was man von einer touristin erwarten würde.